faust2, kapital und schulden



Rosa Luxemburg
Michael Rettig, Schwankhalle Bremen, Dezember 2016

"Damals glaubte ich fest, dass das Leben, das richtige Leben irgendwo weit ist, dort über die Dächer hinweg. Seitdem reise ich ihm nach, aber es versteckt sich immer hinter irgendwelchen Dächern." Rosa Luxemburg
Revolutionärin, Jüdin, Staatsfeindin. Wer war diese Frau, die von Kindheit an hinkte, die - privat wie politisch - ihre eigenen Wege suchte? Was macht sie bis heute zur politischen Reizfigur? Wo hat sich Rosa Luxemburg geirrt, wo bleibt sie aktuell? Wohin mit ihrem Zorn?
Eine Annäherung an eine widersprüchliche, schillernde und lebenshungrige Persönlichkeit.

Franziska Mencz, Schauspiel
Magali Sander-Fett, Tanz
Miran Zrimsek (Cello), Kai Kowalewski (Flügelhorn und Stimme), Riccardo Castagnola (elektronische Komposition und Sound), Michael Rettig (Klavier)



Burnout-Monologe

Michael Rettig, Schwankhalle Bremen, April 2015

Das Phänomen der Erschöpfung ist keine Erfindung der Gegenwart. Mit dem Beginn der Moderne nehmen die Klagen angesichts grassierender "Ueberanstrengung, Ueberarbeitung und Ueberbürdung" deutlich zu. Es sind zuerst die Künstler und Intellektuellen, die sich ausgepowert fühlen. Max Weber, Kafka, Thomas Mann.
Heute rankt sich um den Burnout eine ganze Therapiebranche, deren wichtigstes Ziel die möglichst reibungslose Re-Integration der Erschöpften ins System der Erschöpfung ist...
Nietzsche: "Die Erschöpfung der Gesellschaft ist dort am größten, wo am unsinnigsten gearbeitet wird."

Ralf Knapp, Schauspiel
Christoph Ogiermann, Musik-Performance



Aller Tage Abend
nach dem Roman von Jenny Erpenbeck, Schwankhalle Bremen, März 2014

Ein jüdisches Kind stirbt 1902 im galizischen Brody. Oder doch nicht? Stirbt als unglücklich Liebende im Wien des Jahres 1919. Oder doch nicht? Stirbt 1938 als Verratene während der Zeit der Schauprozesse in Moskau. Als hochgeehrte Schriftstellerin in der DDR, als von allen Vergessene in einem Altersheim nach der Wende. Oder doch nicht?

Michael Rettig, Regie und Klavier
Miran Zrimsek, Cello
Magali Sander Fett, Tanz
Franziska Mencz, Lesung



Faust2, Kapital und Schulden 
Michael Rettig, Schwankhalle Bremen 2013

"Politisch angespitzte Version des Fauststoffes.....ein wuchtiger Monolog" (Weserkurier)
"Klar ist eines: Hier herrscht Zorn.....Szenenapplaus. Ein eindringlicher Abend" (TAZ) >

Mateng Pollkläsener, Schauspiel
Martina Flügge, Schauspiel
Christoph Ogiermann (Geige und Komposition), Mike Klagge (E-Gitarre), Kai Kowalewski (Flügelhorn), Michael Rettig (Klavier und Komposition)